Christuskirche in Neuweiler

Christuskirche in Neuweiler

Christuskirche in Neuweiler

Christuskirche in Neuweiler

Christuskirche in Neuweiler

Mit knapp 90 Plätzen ist die Neuweiler Christuskirche die kleinste der drei Weiler evangelischen Kirchen. Sie ist knapp 13 m lang und 5 m breit. Seit der umfassenden Innenrenovierung im Jahr 2006 durch Architekt Kellhammer aus Tübingen zeigt sie sich als helles, freundliches Gotteshaus, in der sich die Neuweiler Gemeinde sonn- und feiertags zum Gottesdienst versammelt.

 

Anschrift: Schönbuchstr. 44, 71093 Weil im Schönbuch (Ortsteil Neuweiler)


Orgel, Kanzel und Altar

Christuskirche

Kanzelpult und Altar wurden 2006 vom Neuweiler Schreiner Gottfried Günther aus Kirschholz, das in Neuweiler gewachsen war, gebaut. Die einmanualige Orgel wurde im Jahr 2006 von der Orgelbauwerkstatt Mühleisen in Leonberg gebaut.

Altarkreuz

Das Altarkreuz aus Glas wurde im Jahr 2010 vom Neuweiler Künstler Fritz Mühlenbeck geschaffen. Es korrespondiert in Material und Farbgebung mit der Glastüre. 

Der untere Teil ist in Blau und Grün, den Farben der Schöpfung gehalten. Er steht für unser menschliches Leben mit all seinen Höhen und Tiefen. Die roten Farbflecken an drei Enden des Kreuzes deuten die Wundmale Jesu an. Rot ist die Farbe der Liebe , die Farbe des Blutes. 

Nach oben wird das Kreuz immer lichter. Es ist aus hochreinen Glasstücken gefertigt, die horizontal und vertikal verbunden sind. Das Kreuz zeigt eien Dynamik nach oben zu Gott. Unser ganzes Leben ist in das Kreuz eingezeichnet und in ihm aufgehoben.

 

Glastüre

Glastüre "Auferstehung"

Ein besonderes Schmuckstück ist die Glastüre an der Südseite des Kirchenschiffes. Zum Thema „Auferstehung“ schuf der Neuweiler Glaskünstler Fritz Mühlenbeck diese Tür im Jahr 2006 in Fusingtechnik. Die Tür führt zum Friedhof hinaus und steht unter dem Thema "Auferstehung Jesu Christi".

 

Der grün/blaue Rahmen löst sich im oberen Teil auf und nach oben hin gibt es keine Begrenzung mehr. Dieser grün/blaue Teil stellt das geöffnete und leere Grab Christi dar, so wie es die Frauen und die Jünger am Ostermorgen vorfanden.

 

Der innere Teil der Tür ist hell und lässt das Licht in die Kirche hineinscheinen. In einem regelmäßigen Raster sind Kreuze in das Glas eingearbeitet; entweder als farbige oder farblose Reliefs. Nach oben hin nehmen die farbigen Kreuze an Häufigkeit ab, und die farblosen Kreuze überwiegen. Dieser Teil der Tür ist von unten nach oben zusehen und symbolisiert die Zeit zwischen Auferstehung und Himmelfahrt. In dieser Zeit erschien Jesus den Jüngern und gab seine Botschaft an sie weiter.

 

Nach vierzig Tagen fuhr Jesus auf in den Himmel und vierzig Kreuze sind in die Tür eingearbeitet.

 

Das Kreuz ohne Corpus symbolisierte in der frühchristlichen Kunst den auferstandenen Heiland, und dieses Symbol wurde hier nachempfunden.

 

Technik: Die Tür wurde aus ca. 450 Glasstücken mosaikartig zusammengesetzt; der Rahmen aus farbigem Glas, die" Kreuze aus gestoßenem oder gemahlenem Glas. Anschließend wurde alles im Glasbrennofen in mehreren Vorgängen zu einer Scheibe zusammengeschmolzen.

Geschichte der Christuskirche

Wie der Name schon sagt, ist Neuweiler ein - gegenüber älteren Orten - neuer Weiler. Bis 1308 wurde es noch »Neuwyl«geschrieben, was darauf hinweist, dass es sich nicht um irgendeinen Weiler, sondern um das bei Wyl = Weil (im Schönbuch) liegende neue Dörfchen handelt. Die erste Nennung des Ortes erfolgte in einer Urkunde von 1295 Das Kloster Bebenhausen hatte im 14. Jahrhundert eine solche Macht erworben, dass es in der Lage war, nach und nach, bis gegen 1450, die ganze Ortschaft aufzukaufen.

 

Im Jahre 1488 ließ der aus Magstadt stammende Bebenhäuser Abt Bernhard Rockenbauch einen gotischen Chor errichten, zeitgleich mit dem Kirchenneubau von Breitenstein. Das Kirchenschiff ist wesentlich älter. Anders als die Kapelle von Breitenstein wurde es 1488 nicht abgebrochen, sondern in die Gesamtkirche integriert. Die 95 bis 100 cm dicken alten Umfassungsmauern und die beiden noch erhaltenen romanischen Fenster an der West- und Nordseite lassen auf eine frühe Bauzeit - um etwa 1200 - schließen. Der für das Erscheinungsbild sehr wesentliche Dachreiter wurde erst 1795 aufgesetzt.

 

Wenn Sie die Kirche besichtigen wollen, wenden Sie sich bitte an unsere Mesnerin, Frau Renz, oder an unser Gemeindebüro


Quelle: Norbert Mauch, Ltd. Baudirektor a.D.: Weil im Schönbuch  Breitenstein  Neuweiler, Kirchen - Geschichte - Kunst, 1987, G.A. Ulmer Verlag, Tuningen